Was ist PTBS
Es ist normal, dass Menschen denken, dass sie fähig sein müssen, das Leben weiter zu bewältigen, gleich, was sie durchgemacht oder womit sie gelebt haben. Manchmal jedoch geraten Leute in Situationen, die so traumatisierend sind, dass es ihnen unmöglich wird, damit klarzukommen und in ihrem Alltag zu funktionieren. Einige Menschen sind durch die Erinnerungen an das Trauma - Erinnerungen, die nicht verschwinden wollen - so verzweifelt, dass sie anfangen, ihr Leben so zu leben, dass sie alles versuchen zu vermeiden, was sie an das Trauma erinnert.
Eine Person, die sich Monate nach einem traumatischen Erlebnis so fühlt, leidet möglicherweise an der Posttraumatischen Belastungsstörung, auch PTBS abgekürzt, einer ernsthaften und weitverbreiteten gesundheitlichen Störung. Solche Leute brauchen professionelle Hilfe, um über das Trauma hinwegzukommen und die PTBS zu besiegen.
PTBS kann sich entwickeln, nachdem man einem starken Trauma ausgesetzt war.
Ein starkes Trauma ist ein angsterzeugendes Ereignis oder eine Qual, die ein Mensch erlebt, als Zeuge gesehen oder von dem er gehört hat, insbesondere, wenn dieses lebensbedrohlich ist oder körperlichen Schaden hervorruft. Es kann sich sowohl um ein einmaliges als auch um ein wiederholtes Ereignis handeln.
Das Ereignis führt dazu, dass dieser Mensch intensive Angst, Schrecken oder Hilflosigkeit empfindet.
Die Belastung, die durch ein Trauma erzeugt wird, kann alle Bereiche im Leben eines Menschen beeinträchtigen, einschließlich sein geistiges, emotionales und körperliches Wohlbefinden.
Forschungsergebnisse legen nahe, dass ein langanhaltendes Trauma den Gehirnstoffwechsel stören und verändern kann. Bei einigen Menschen führt dies zur Entwicklung einer PTBS.
Statistiken
Schätzungsweise
70 Prozent der erwachsenen Bevölkerung der USA haben mindestens einmal in
ihrem Leben ein traumatisches Ereignis erlebt, und bis zu 20 Prozent dieser
Menschen entwickeln daraufhin eine Posttraumatische Belastungsstörung.
Schätzungsweise 5 Prozent der Amerikaner - mehr als 13 Millionen Menschen - haben zu einem beliebigen festgelegten Zeitpunkt
PTBS.
Ungefähr 8 Prozent aller Erwachsenen - also einer von 13 Menschen in den Vereinigten Staaten - werden irgendwann in ihrem Leben PTBS entwickeln.
Schätzungsweise eine von 10 Frauen wird irgendwann in ihrem Leben PTBS entwickeln. Frauen bekommen PTBS etwa doppelt so häufig wie Männer. Dies kann darauf zurückzuführen sein, dass Frauen zwischenmenschliche Gewalt (wie etwa häusliche Gewalt, Vergewaltigung oder Missbrauch) häufiger erleben als Männer.
Fast 17 Prozent der Männer und 13 Prozent der Frauen haben mehr als drei traumatische Erlebnisse in ihrem Leben gehabt.
Das geschätzte Risiko, PTBS zu entwickeln, liegt bei Leuten, die die folgenden traumatischen Ereignisse erlebt haben, wie folgt:
Schwere Verkehrsunfälle oder Verletzungen, zum Beispiel Auto- oder Zugunfälle - 16,8 Prozent
Plötzlicher, unerwarteter Tod eines Familienmitglieds oder Freundes - 14,3 Prozent