ENTDECKUNG

 

 

"Stimmen? Oh Mann, da steht uns was bevor."
"Nur Irre hören Stimmen."
"Nimm einfach das hier ein und sie werden bald weggehen. Ich hoff's zumindest."


Nun, es ist wohl nicht nötig zu sagen, dass es nicht wegging. Im Internet traf ich eine wunderbare Frau, die mir einige meine Fragen über die Bipolare affektive Störung beantwortete. Es kam heraus, dass sie eine dissoziative Identitätsstörung (DIS) hatte, früher multiple Persönlichkeitsstörung genannt. Je mehr sie mir erzählte, wie ihr Leben aussah, desto mehr begannen wir zu vermuten, dass etwas ähnliches in meinem Haus vorging.

Diese neue gute Freundin brachte mir die Neuigkeit schonend bei. Meine Partnerin hatte wohl DIS. Nach kurzer Zeit schaffte ich es, ein wenig darüber aus ihr herauszubekommen. Sie gab zu, dass sie manchmal ein kleines Mädchen wurde. Sie verlor Zeit. Sie raste manchmal um fünf Uhr morgens ganz spontan zum Wohnort ihrer Mutter, drei Stunden entfernt. Sie fand Kleider im Schrank, die sie nicht gekauft hatte. Sie wusste, dass sie zur Schule gegangen war, konnte sich aber nur an wenig davon erinnern.